Am 22. August 1927 wurde der St. Brigida Verein gegründet. Mit einer Satzung legten die Mitglieder den Grundstein für die zukünftige Arbeit der Schwestern und des Vereins. Von nun an übernahm der neue Verein die Verantwortung und trat als offizieller Verhandlungspartner auf.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Pfarrer Hubert Nathan als 1. Vorsitzender, Peter Gütgemann als 2. Vorsitzender, Christian Bernards als Kassierer, Matthias Knaab als Schriftführer sowie Dr. Strücker, Herr Dung, Johann Rossbach und Johann Bedorf als Beisitzer. Sie alle fassten den Entschluss einstimmig – getragen vom Wunsch, einen Ort der Fürsorge und Liebe für die Gemeinde zu schaffen.
Pfarrer Nathan schrieb 37 Klöster und Kongregationen an, um Schwestern für die Betreuung im künftigen St. Brigidaheim zu gewinnen. Die Zusage kam schließlich von den Pallottinerinnen aus Limburg. Gemeinsam mit der Stadt Köln wurde ein Mietvertrag geschlossen, und unter der ehrenamtlichen Leitung des Stadtbaumeisters Schmitt begannen im August 1927 die Umbauarbeiten des Lerchenhofes.
Am 24. November 1927 berichtete der Kölner Lokal-Anzeiger vom „Einzug der Schwestern in Bocklemünd“. Das neu entstandene St. Brigidaheim bot Platz für sechs Pensionärinnen, einen Kindergarten für 40 Kinder, eine ambulante Krankenpflege und Lehrkurse für junge Mädchen. Ordensschwestern der Pallottinerinnen übernahmen die Leitung – getragen vom Geist christlicher Nächstenliebe.
Fast 40 Jahre, von 1927 bis 1963, prägten die Pallottinerinnen aus Limburg die Betreuung der alten und kranken Menschen. Als sie sich aufgrund von Nachwuchssorgen zurückziehen mussten, gelang es Caritasdirektor Dr. Joseph Coenen und Prälat Jakob Schlafke, Schwestern von der Liebe Gottes aus Zamora (Spanien) zu gewinnen. Diese Schwestern sind bis heute ein fester Bestandteil des Hauses und prägen seine herzliche Atmosphäre.
Als 1966 das neue Jugendzentrum in Betrieb genommen wurde, wuchs in der Gemeinde der Wunsch nach einem neuen Haus für die Pflege. Die bisherigen Räumlichkeiten konnten den Anforderungen der Zeit nicht mehr gerecht werden. Nach intensiver Planung wurde Architekt Wichterich mit der Bauleitung betraut – die Finanzierung war gesichert, und der Weg in eine neue Zukunft begann.